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Kanu-Tour-"Rio Miño/Minho" Juli 2016

240km auf dem "/Minho".  Lugo - Caminha, Galicien/Portugal.
Portagen: 5 Staudämme (1-5 km), eine ungewollte Wildnisportage, etwa 10km und ein paar kleine Umsetzstellen.
Landschaftlich eine sehr grüne, einsame und schöne Tour. Geringer Bootsverkehr nur am Unterlauf.
Auf weitere Paddler trafen wir nicht.  (Seite/Karte August/2017 aktualisiert!)

 
 
Anreise:
Flug FR 3671 brachte uns von Bremen nach Porto. Um 19:30 Uhr trafen wir im nahegelegenen Hotel am Airport ein. Am darauffolgenden Morgen kauften wir vor Ort in einer Nebenstraße Gaskartuschen. Die Weiterfahrt mit dem Bus zur Einsetzstelle: Nach dem Verlassen des Terminals befindet sich die Haltestelle für den Fernbus nach Vigo gleich rechts. Morgens um 10:45 Uhr fuhren wir mit www.autna.com, für 12 €/Person nach Vigo, Fahrzeit 2Std15. Tickets hatte ich vorher online gebucht. Vom Busbahnhof in Vigo fuhren wir mit www.monbus.es, um 15:15/Ortszeit, für 16.60 € weiter nach Lugo, Fahrzeit 3Std15, die Tickets oben im Busbahnhof kaufen, dort befindet sich auch ein Restaurant. Um 18:30 Uhr kamen wir in Lugo an und schleppten unsere Ausrüstung 1,4km weit zum Hostel direkt am Flussufer, puh... geschafft.  

Die gute Einsetzstelle in Lugo liegt perfekt am
Hostel (Roots & Boots) unterhalb der Puente Romano.

Nach dem einfachen Frühstück im Hostel deckten wir uns für die ersten Tage mit Verpflegung im Supermarkt ein, der etwa 1 km entfernt vom Hostel liegt.-


Der erste Paddeltag:  Zum Einpaddeln begleiteten uns Wolken am Himmel und "nur" 22°,
die iberische Sonne war also noch gnädig mit uns.
Die ersten Hindernisse waren nicht alle fahrbar, kleine Umsetzstellen bremsten uns etwas aus.
    

Galicien: Die grüne Lunge Spaniens, ja...es wurde schnell deutlich.
    

Wir hatten immer ausreichend Wasser unterm Kiel. Ich rechnete vorab mit mehr Abschnitten zum Treideln. 
     Paddeln durch Wassergärten, sehr hübsch.

Auf den ersten 20 Kilometern gab es immer wieder kleine Paddelherausforderungen zu bewältigen. 
    

Klasse und wilde Paddelstrecke durch eine sehr einsame Region, großartig. 
    

Der Wasserstand auf dem Rio Miño war ab Lugo ausreichend bis gut. 
    

Nach knapp 30 Paddelkilometern wird der Rückstau des ersten Staudamms sichtbar.
Der Stausee war im Juli 2016 ausreichend gefüllt. Bei der google street view - Aufnahme vom September 2012 von der Brücke (LU 633,) bei Portomarin, ist ein deutlich geringerer Wasserstand, kaum paddelbar, zu erkennen.
    

800m vor der Straßenbrücke LU-633 bei Portomarin befindet sich auf der rechten Seite etwas oberhalb der Campingplatz "Casa Rual Santa Marina". Dort standen nur einige Zelte und im Restaurant wurden wir mit einem leckeren 3 Gänge-Menü und Wein aus der Region bewirtet.  
    

Die Brücke der LU-633 ist nach etwa 33km erreicht. Unschwer zu erkennen... Nessi lebt auch auf dem  Rio Miño ;-)
    

Der Himmel nahm langsam seine obligatorische dunkelblaue Farbe an und die Temperaturen stiegen auf über 30°C.
In den kommenden Tagen erreichten wir Werte um 35°C im Schatten, puh! 
     Nach wie vor völlige Einsamkeit, einfach großartig!
 
 

Wir sahen viele kleine - und größere Weinanbaugebiete. Geeignete Nachtlager waren kaum vorhanden. 

Kurz vor der ersten großen Staumauer und Portage.

Nach etwa 65km trafen wir auf die erste Staumauer. Vor der Mauer befindet sich rechts ein Anleger und
eine Zufahrt für PKWs mit Bootstrailer. Das Aussetzen verlief somit ganz einfach.

Die 1te Portage:
Länge etwa 5km, die Strecke führte uns über den Damm in die Berge hoch zum nächsten Dorf (Pesqueiras). Das war anstrengend, nicht nur weil wir über 30°C hatten. Das Dorf durchquerten wir leicht bergab
bis zur LU-533.

Auf  dem Seitenstreifen der LU-533 gingen wir bis zum Abzweig kurz vor der großen Brücke. Hier bogen wir in die kleine Straße LU-617 ein, die parallel zum Rio verläuft, der folgten wir bis zu einer kleinen älteren Brücke. Etwa 80m weiter geht ein schmaler Fahrweg rechts runter zum Rio, nach ein paar Hundert Meter trafen wir auf eine Einsetzstelle für Trailer, perfekt :-) ! Portage etwa 5,3km...puh!

Auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz paddelten wir noch ein paar Kilometer weiter.
Foto unten: Von der Brücke der LU-617 aufgenommen.

Übernachtungsplätze sind schwer aufzufinden, entweder ist alles bewachsen, die Hänge zu steil oder private Weinberge auf die wir uns nicht legen mochten. Blieb also nur die Betonpiste für Bootstrailer.

2te Straßenbrücke an der LU-P-5819 nahe dem "Cabo do Mundo".

Einzelne Weinbauern sahen wir nur abends. 35°C im Schatten sind in Galicien auch nicht obligatorisch im Sommer.

 Rastplätze im verwachsenen Uferbereich zu entdecken war schwierig, teilweise verweilten wir im Kanu und erholten uns von der Paddelhitze.

Tolle Paddellandschaft ein paar Kilometer vor dem 2ten Damm bei OS Peares. Nach wie vor begegnete uns kein Kanu oder Boot, einfach fantastisch :-)

Der 2te Staudamm/Aussetzen:
Vor dem Damm (bei OS Peares) befindet sich auf der rechten Seite ein Anleger. Die Straße ist über einen schmalen Holzsteg problemlos zu erreichen :-) Wir gönnten uns im Schatten der Bäume eine kleine Pause bevor wir bei der Hitze starteten.

2ter Damm - Portage/Einsetzen:
Auf der rechten Uferseite der Straße folgen und 2,5km bis zur Eisenbahnbrücke in OS Peares gehen.

 Im Ort bestehen Einkaufsmöglichkeiten und es gibt auch ein paar Bars und 2 Restaurants.
OS Peares ist ein hübscher Ort in schöner Flusslage, gefiel uns gut.

Kurz vor der Eisenbahnbrücke/Einsetzstelle befindet sich ein Restaurant, der Koch bereitete uns schnell etwas leckeres zu. Die 2 Bier zum Essen wurden beim Paddeln in sekundenschnelle wieder verbrannt ;-) 

Die Einsetzstelle:
Gegenüber mündet der Rio Sil in den Miño.
Die Einsetzstelle ist insgesamt gut zu erreichen. Die 2te Portage war aber auch deutlich leichter, der Höhenunterschied war viel geringer. Hier machten uns nur die 36°C im Schatten etwas zu schaffen ;-)
  

Auf zum nächsten Damm in Ourense. In OS Peares besteht die Möglichkeit in die Bahn zu steigen.
Die wenig befahrene Bahnstrecke verläuft nun teilweise am Fluss entlang.

Der 3te Damm (Ourense):
Vor dem Damm befindet sich auf der linken Seite eine Betontreppe die ins Wasser führt, die gehört zum Kanuverein Ourense, hier ist der Ausstieg einfach. Auf der rechten Seite liegt noch ein Anleger, auch hier wäre das Aussetzen möglich, allerdings ist der Weg zur Straße etwas beschwerlicher und länger.
 
Bevor wir in Ourense das Kanu aus dem Wasser holten, buchten wir spontan noch ein Hotel in der Stadt, wir entdeckten zuvor keine geeignete Übernachtungsstelle in der Natur :-( und es war schon etwa 19:00 Uhr.
An den selten anzutreffenden Biergärten auf der Strecke legten wir gerne eine Pause ein...hmm :-)
 
 
Portage am 3ten Damm in Ourense: Geplant war eigentlich etwa 1km weiter auf der rechten Uferseite wieder einzusetzen, wäre möglich. Wir entschlossen uns aber für die Hotelübernachtung in der Stadt, leider lag das nächstgelegene Hotel knapp 4km entfernt. Bei immer noch 36°C im Schatten liefen wir überwiegend bergauf zum Hotel auf der linken Flussseite, puh! Um 20:30 Uhr kamen wir im Hotel an und parkten das Kanu in der Tiefgarage. Wir waren nun ziemlich erschöpft, das war hart :-( uns trieb es nach dem Duschen nur noch auf die Hotelterrasse. Energie für eine kurze Stadtbesichtigung fehlte... :-/   
 
Die Einsetzstelle am darauffolgenden Morgen lag etwa 1km vom Hotel entfernt, unterhalb der Fußgängerbrücke, bergab war die leicht zu erreichen :-)
 
Kurz nach dem Einsetzen steuerten wir auf die Puente Romano und anschließend auf die Puente del Milenio zu. Kurz vor der zweiten Brücke befindet sich eine Wildwasserstelle, ansehen!
 
 
Ab Ourense paddelten wir kurzzeitig durch etwas Wildwasser, WW I-II.
 
 
 
 
Die Aussetzstelle am 4ten Damm: Direkt nach der 2km langen Regatta-Strecke auf der linken Seite am Anleger (Parque Náutico de Castrelo), folgt ein paar Meter weiter ein Ruderverein, dort besteht eine gute Aussetzmöglichkeit. An dieser Stelle legten wir eine 3-stündige Mittagspause ein. Vor der längeren Portage wollten wir bei der Bullenhitze etwas Kräfte sammeln.
 
 
Portage am 4ten Damm: 2,5km
Über die OU-402 sind wir bis zur 2ten Brücke
nach dem Damm gelaufen. Die alte Brücke ist gesperrt
bzw. aus Sicherheitsgründen stillgelegt worden.
Direkt vor der Brücke beginnt ein schmaler unwegsamer
steiler Pfad zum Fluss . Es war sehr mühsam das
Equipment dort runter zu bringen :-/ 
Unten: Die alte Brücke. Um eine geeignete Einsetzstelle
zu entdecken ging ich zuerst auf die neue Brücke.
 
 
Wir schlugen unter der alten Brücke unser Nachtlager auf. Nachts wurden wir von einer kleinen Rotte
Wildschweine überrascht, als ich mich mit Stirnlampe und Paddel erhob, verschwanden sie ;-)
 
 
Früh morgens machten wir uns auf den Weg zur 5ten Staumauer.
 
Nach wie vor paddelten wir ganz alleine auf der Strecke.... weder Paddler noch Boote in Sicht. Perfekt :-)
 
Nach einigen Paddelstunden durch die einsame Natur erreichten wir die 5te und letzte Staumauer
auf dem Rio Miño.
 
Aussetzen am 5ten Damm: Kurz vor der Mauer befindet sich auf der linken Seite ein alter schrottreifer Anleger.
Von dort führt ein schmaler Weg zur Kraftwerks-Zufahrtstraße. An der Straße nach links bergauf gehen,
bis zur Hauptstraße und nach rechts bergab Richtung Brücke.
 
 
Links vor der Brücke führt ein schmaler Fahrweg Richtung Fluss. Über eine Leiter ist das Flussufer bzw. ein kleiner Strand zu erreichen. Aus dem Damm wurden gewaltige Wassermassen abgelassen. Die Strömungsgeschwindigkeit war sehr hoch, dazu an der Einsetzstelle WW III, ich erkundete die Situation etwa 500m weiter flussabwärts, dort ging richtig die Post ab. Wir entschlossen uns nicht einzusetzen und abzuwarten bis am Damm der Wasserablass gedrosselt wurde. Wir erholten uns erst einmal von der Portage (1km) und Hitze, bei einer Tasse Tee und Fertigessen. 
 
Am Nachmittag reduzierte sich die am Damm Frieira abgelassene Wassermenge sichtlich. An der Einsetzstelle hatten wir nur noch WW II und wir entschlossen uns zu starten. Wir starteten etwas ins Ungewisse, über den folgenden Streckenabschnitt, etwa 25km, besaß ich nur wenig Infos...
Tja... das war ein Fehler ;-) es ging nun ziemlich wild zur Sache, nach der ersten WW-Stelle hatten wir 50 Liter und nach der 2ten WW-Stelle etwa 100Liter Wasser im Boot... shit! Vor der 3ten WW-Stelle hielten wir am Ufer an und das war gut so :-() die hätten wir mit der offenen 4.50m langen und vollbeladenen Nussschale nicht mehr überstanden. Mit einer derart hohe Walze hatte ich auf der Strecke nicht gerechnet. Da es auch keine geeignete Stelle zum Umtragen gab, entschlossen wir uns etwa 8km nach dem Damm Frieira, für einen vorläufigen Abbruch der Tour, schade :-(

Auf dem Streckenabschnitt bis zum Abbruch/Aussetzen in der Wildnis, habe ich keine Fotos machen können, da war ich zu sehr mit dem Paddeln beschäftigt ;-)
Nun begann aber die eigentliche Odyssee erst :-(
Wir standen nun mitten in der Wildnis in einer völlig unzugänglichen Region. Die Ufer waren total zugewachsen.
Heiko blieb beim Boot und ich erkundete die Region, nach einiger Zeit entdeckte ich eine alte verwahrloste Hütte und einen schmalen zugewachsenen Weg, der vor einer Felswand endete. Etwas frustriert kehrte ich zu Heiko zurück und wir brachten das Boot und Gepäck erst einmal zur Hütte, dafür benötigten wir etwa eine Stunde. Die Hütte war nicht weit entfernt, aber wir kamen mit dem vielen Gepäck kaum durch das Buschwerk.
Von der Hütte aus mussten wir nun steil bergauf, auf google maps erkannten wir ein Dorf in der Nähe, aber dies lag etwa 100m über uns in den Bergen. Für die ersten 50m Höhenmeter benötigten wir 3 Stunden :-( Die einzige Möglichkeit das Dorf zu erreichen, war einen alten Weinberg zu durchqueren, der war aber völlig zugewachsen mit Dornenbüschen. Um da durch zu kommen, hatten wir nur ein kleines Taschenmesser und einen Mini-Seitenschneider. Das war also die völlige Katastrophe. Abends um 22:00 Uhr erreichten wir einen alten Fahrweg, der bis auf eine kleine Stelle (siehe Foto unten links) zugewachsen war, hier schlugen wir unser "bequemes" Nachtlager auf.  Wir benötigten 4 Std um unser Equipment 50 Höhenmeter zu bewegen, unfassbar. Eine Machete für die Paddeltour im Sommer 2017 habe ich schon bestellt ;-)  

Nachtrag: Im Juni 2017 bin ich bei Arbo etwa 10km am Rio Miño entlang gewandert.
Hier ein paar Eindrücke der Wildwasserstellen:
http://www.travelkai.de/kanu_wandern_nordportugal.htm


 
Am nächsten Morgen sah ich meine Beine ;-) und erkundete die Strecke zum Dorf, danach war mir klar, das wird eine weitere Herausforderung!
Wir standen früh morgens auf und waren schneller als gedacht, etwa in einer guten Stunde, mit dem Gepäck im Dorf.
Im Dorf fragten wir nach einer Fahrgelegenheit, aber alle infrage kommenden Leute mit Fahrzeug waren unterwegs, immerhin erklärte uns eine sehr nette alte Dame den kürzesten Weg nach Frieira zum Bahnhof. Mittlerweile erfuhr ich übers smartphone von meiner Lebenspartnerin das die Bahn dort nur 2mal täglich hält, 12:50 und spät abends. Um 9:30 machten wir uns mit 25 bzw. 35kg Gepäck auf dem Rücken und dem Boot/Bootswagen (Ein Rad vom Bootswagen musste schon dran glauben auf der Tour) auf den Weg, puh! Etwa 10km bergauf und bergab lagen vor uns. Los geht`s... wir wollten die Bahn um 12:50 erreichen.
 
Zum Bahnhof von Frieira zu laufen war reine Knochenarbeit ;-) . Im letzen Dorf vor dem Bahnhof trafen wir auf eine dort lebende Familie, die uns von der alten Grenzstation und von der EU-finanzierten neuen Holzbrücke erzählte, die Portugal mit Spanien verbindet.
 
Um kurz nach 11:00 Uhr erreichten wir über eine Treppe von der Straßenbrücke (OR-412) den kleinen Bahnhof Frieira. Nach einer kurzen Erholungspause packten wir alles zusammen und bestiegen mit etwa 92kg Gepäck die Bahn und fuhren bis Salvaterra (knapp 30km).
 
Wir stiegen in den fast leeren RE an der Tür mit dem Rollstuhlsymbol ein, kaum hatten wir das Gepäck verstaut und die Sitzplätze eingenommen, kam der Schaffner herbei. Ich befürchtete schon, das er sich wegen des vielen Gepäcks beschwert, aber nein, der verwickelte uns die ganze Fahrzeit über in ein Gespräch und war sehr an unserer Paddeltour interessiert. Er erklärte uns das der folgende Streckenabschnitt (Frieira - Sela/Salvaterra) auf dem Rio Miño eine reine Raftingstrecke sei. Ich komme mit dem entsprechenden Paddelboot wieder ;-)
 
Die Bahnstrecke verlief parallel zum Fluss, leider konnten wir nur selten einen Blick auf das Wasser werfen, aber zwischen den Bäumen hindurch waren sehr viele WW-Stellen zu erkennen.
 
Am Bahnhof in Salvaterra genossen wir kurz das Restaurant und fuhren anschließend mit dem Taxi ins,
auf der anderen Flusseite liegende portugiesische Monção, zum spontan gebuchten Hotel.
Den Abend verbrachten wir im hübschen Ort mit Blick auf den Fluss.
 
Am darauffolgen Morgen bauten wir das Kanu auf und setzen 100m vor dem Hotel wieder in den Fluss ein.
 
Wir starten bei WW I und einer ordentlichen Fließgeschwindigkeit entspannt in den Tag.
 
Vorbei am Castelo de Salvaterra paddelten wir in Richtung TUI.
 
Wir waren immer noch alleine auf dem Fluss unterwegs, einfach großartig :-)
 
 Mittagspause im spanieschen TUI.
 
 Wir paddelten weiter bis zur Bar Myro - Lovelhe Vilanova de Cerveira auf portugiesischer Seite.
Das in flussnähe liegende Hotel war leider ausgebucht, somit liefen wir 2,5km zum nächsten Hotel :-/
 
Abends sahen wir uns noch den sehenswerten Ort "Vila Nova de Cerveira" an.

Der letzte Paddeltag: Noch 15km bis zur Mündung am Atlantik. Eine letzte Pause im Cafe am Flussufer.
 
Bevor wir an der Flussmündung auf der linken Seite, mit dem "Parque Campismo Orbitur Caminha" unser Endziel erreichten, wurde das Wasser noch etwas kabbelig :-)
 
Nach 240 abenteuerlichen, anstrengenden und wunderschönen Paddelkilometern, endete hier im
portugiesischen Caminha unsere Kanutour.
 
Nach der Paddeltour kam uns der Campingplatz am Meer wie ein Rummelplatz vor. 
 
Morgens brachte uns ein Taxi zum 3km entfernten Bahnhof Caminha.
Von dort fuhren wir zum Bahnhof Campanha/Porto und weiter mit der Metro zum Hotel am Airport.
 
Fazit: Zweifelsohne eine landschaftlich sehr ansprechende und abwechslungsreiche Kanutour.
Die Portagen von bis zu 5,3km sind teilweise anstrengend und die Einsetzstellen zu erreichen eine Herausforderung, aber die Mühen waren es wert. Galicien vom Rio Miño aus zu betrachten war schlichtweg klasse und das Paddeln dort bereitete uns ohnehin sehr viel Freude. Da die Uferregionen sehr dicht bewachsen sind, war es z.T. schwer, wilde Übernachtungsstellen (Wildzelten ist verboten in Spanien, eigenes Risiko. Auf keinen Fall ein Lagerfeuer in der Wildnis machen!) zu entdecken, von daher wichen wir zeitweise auf Hotels aus. Campingplätze sind so gut wie keine vorhanden. Auf dem Fluss ist annähernd kein Bootsverkehr, prima!

Tipps: Nach dem 5ten bzw. vom Meer aus betrachtet vor dem 1ten Damm folgt auf etwa 25km eine Raftingstrecke. Das Wildwasser WW II - IV ist je nach Jahreszeit und Wasserablauf am Damm Frieira unterschiedlich stark.
Mit dem offenen -und beladenen Wanderkanadier würde ich die Strecke nur erfahrenen Kanuten (wenn überhaupt) empfehlen und auch nur bei geringen Wasserablauf am Damm. Ich werde diesen Streckenabschnitt in den kommenden Jahren noch einmal mit dem entsprechenden Paddelboot erkunden und differenzierter davon berichten.
Ergänzung/Juni 2017: Ich bin eine Strecke von 10km am Fluss entlang gewandert, auf diesem Streckenabschnitt kam eine WW-Stelle nach der Anderen.
Es ist dringend ratsam sich die WW-Stellen (Frieira flussabwärts, etwa 25km) vorher anzusehen, es gibt vereinzelt gefährliche Walzen. Wer sicher sein möchte, bucht vorab bei örtlichen Anbietern eine Raftingtour.

Um den Streckenabschnitt mit der Bahn zu überbrücken den Fahrplan beachten, die Züge halten nicht oft am Bahnhof Frieira.
Noch etwas Wichtiges: Auf den ersten etwa 30km, ab Lugo, hatten wir während unserer Kanu-Tour ausreichend Wasser im Fluss zum Paddeln. Das kann in einem regenarmen Jahr anders sein, wie ich oben im Bericht schon erwähnte, vielleicht ist dann an der einen oder anderen Stelle treideln angesagt.

Der Rio Miño, ein Blick in die Vergangenheit:
http://www.galeon.com/sloren/gmino.htm#O_río_Miño_na_provincia_de_Ourense.